Venn-Eifel-Mosel-Runde
Eine Tour auf alten Trassen
Diese Tour zeigt, was die Eifel ausmacht: eine Landschaft voller Kontraste, geprägt von Geschichte, geologischen Besonderheiten und regionalen Genüssen. Dank der Führung über ehemalige Bahntrassen bleibt die Strecke größtenteils steigungsarm - ideal für eine genussvolle Radtour durch die Eifel. Wer eine abwechslungsreiche Radtour sucht, bei der Natur, Kultur und Genuss im Einklang stehen, wird auf dieser Strecke fündig.
Kaum wärmt die Sonne erste Wegränder, zieht es Radbegeisterte hinaus. Die Venn-Eifel-Mosel-Runde ist für den Start in die Saison wie geschaffen. Eine 325 Kilometer lange Radreise, die durch Deutschland und Belgien führt und dabei auch das Herzogtum Luxemburg streift - für den Blick über Grenzen hinweg.
Was diese Tour auszeichnet, ist ihr Rhythmus: sanftes Anrollen auf ehemaligen Bahntrassen, steile Höhenzüge durchqueren, kurvige Flusstäler erleben.
In Trier, dieser steingewordenen Geschichtensammlerin an der Mosel, beginnt die Tour. Porta Nigra, Basilika, Kaiserthermen – man könnte sich verlieren. Doch wer losfährt, wird belohnt. Hinter der Stadt öffnet sich das Land. Es geht hinein in die Südeifel. Auf dem Weg nach Bitburg reihen sich Bachtäler an Felder, lichte Laubwälder an Dörfer mit hohen Kirchtürmen und tief verwurzelter Gastfreundschaft.
Von Bitburg weiter nach Gerolstein, mitten hinein in die Vulkaneifel. Ein Terrain, das lehrt, wie vielschichtig Landschaft sein kann. Basalt, Quellen, Felsen. Die Dolomiten brechen plötzlich aus dem Horizont hervor, die Kyll begleitet leise. Die Gegend atmet Erdgeschichte. In Gerolstein sprudelt das Wasser aus der Tiefe, ein stiller Gruß aus dem Innersten der Eifel.
Dann der Wechsel: über die Grenze ins belgische Bütgenbach, wo die Landschaft weiter, die Wälder dichter werden. Hier, im deutschsprachigen Osten Belgiens, liegt das Tor zum Hohen Venn, dieser stillen, beinahe mystischen Moorlandschaft. Kein Radweg Europas verbindet Kultur und Natur so eindrucksvoll wie die Venn-Eifel-Mosel-Runde hier – auf ehemaligen Bahntrassen, wo einst Dampfloks schnauften, rollen heute Menschen durch die Geschichte.
Denn über ein Jahrhundert lang war die Vennbahn die eiserne Verbindung zwischen Aachen und dem Norden Luxemburgs – heute ist sie einer der längsten Bahntrassenradwege Europas und Sinnbild für das Verbindende zwischen den Ländern. Und wer mag, gönnt sich hier auch eine kleine belgische Pause: An den zahlreichen Fritures gibt es knusprige Fritten, dazu ein kräftiges Bier oder eine Waffel auf die Hand – kleine Momente mit großer Wirkung.
Richtung Prüm wird die Landschaft wieder weicher. Die barocke Basilika erhebt sich über dem kleinen Ort, die Prüm schlängelt sich durchs Tal. Es ist eine ruhige Welt, durch die man hier fährt.
Und doch wartet mit der Etappe von Prüm nach Holsthum noch einmal eine ganz andere Seite der Eifel. Tief eingeschnittene Flusstäler und Höhenzüge mit bis zu 570 Metern prägen den Islek, eine rau-romantische Grenzregion im Dreiländereck Deutschland–Belgien–Luxemburg. Auch wenn die Topografie herausfordernd klingt, bleibt das Fahren erstaunlich angenehm – denn fast die gesamte Strecke verläuft auf stillgelegten Bahntrassen.
Kurz vor Holsthum liegt das einzige Hopfenanbaugebiet von Rheinland-Pfalz. Hier sorgt Hopfenbauer Andreas Dick dafür, dass der in der Region angebaute Siegelhopfen in den Premiumbieren der Marke Bitburger Verwendung findet. Wer möchte, kann sich hier nicht nur stärken, sondern auch staunen – über das Zusammenspiel aus Handwerk, Klima und Qualität.
Der Weg zurück nach Trier folgt dem Flusslauf der Sauer – die Landschaft öffnet sich, das Tal wird breiter, das Rad rollt fast von selbst. Noch einmal zeigt sich die Eifel in all ihrer Vielfalt: als Grenzland, als Kulturlandschaft, als Heimat der leisen Wunder.
Wer in Trier ankommt, ist nicht müde, sondern erfüllt: Von Eindrücken, Geschichten, Stille.
Erlebe die Venn-Eifel-Mosel Runde auf einer siebentägigen Radreise - durch Landschaftsräume voller Geschichte, Weite und Natur.
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