Der Maifeld-Radweg
naturnah, genussvoll und jetzt mit neuen Erlebnissen

ILLUSTRATION: STEPHAN MARIA GLÖCKNER | TEXT: PETRA GREBE
Der Maifeldradweg ist ein echter Geheimtipp für alle, die Radfahren und Entdeckungen miteinander verbinden möchten. Ohne Autoverkehr, auf einer ehemaligen Bahntrasse verlaufend, bietet der Weg ideale Bedingungen: gut ausgebaut, nahezu steigungsfrei und landschaftlich abwechslungsreich. Ob allein, zu zweit oder mit der Familie – hier ist entspanntes Unterwegssein möglich.
Entdecken mit allen Sinnen
Wer den Maifeldradweg kennt, darf sich in diesem Jahr auf etwas ganz Besonderes freuen: Entlang der Strecke laden Erlebnisstationen dazu ein, Landschaft und Geschichte mit allen Sinnen zu entdecken. Sie machen auf besondere Aspekte der Region aufmerksam – vom Kartoffelanbau über Geologie bis zur Eisenbahngeschichte – und bringen Wissen auf spielerische, oft auch interaktive Weise näher. Eine Kugelbahn erklärt etwa den Weg der "Krumbier" vom Feld auf den Teller, andere Stationen bieten Einblicke in die Arbeit der Landwirte, zeigen die Bedeutung regionaler Kulturpflanzen oder lassen sich mit kleinen Aktionen direkt erleben.
Ein echtes Highlight ist dabei die Schatzbank zwischen Kerben und Ochtendung: kunstvoll gestaltet und mit weitem Blick über das fruchtbare Maifeld, verbindet sie Heimatgefühl, Kunst im öffentlichen Raum und Achtsamkeit gegenüber dem, was die Region ausmacht.
Ein Herz für das Maifeld
Die neue Schatzbank am Maifeld-Radweg zwischen Kerben und Ochtendung verbindet Kunst, Ausblick und Heimatgefühl
Flexibel Touren durch ein fruchtbares Kulturland
Der Maifeld-Radweg verbindet Orte wie Mayen, Polch, Münstermaifeld, Ochtendung und Bassenheim. Er führt durch offene Felder, entlang von Wiesen, kleinen Wäldern und durch sanfte Hügellandschaften. Dass der Weg einst für den Bahnverkehr gebaut wurde, macht ihn heute besonders komfortabel – keine steilen Anstiege, eine klare Wegeführung und viele Möglichkeiten zum Ein- und Ausstieg entlang der Strecke.
Der Radweg verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse und bietet eine nahezu steigungsfreie Strecke, die sich ideal für gemütliche Radtouren eignet. Am ehemaligen Bahnhof in Polch verzweigt sich die Strecke in drei Richtungen: nach Bassenheim über Ochtendung, nach Münstermaifeld via Mertloch und Naunheim sowie über das imposante Nette-Viadukt weiter in Richtung Mayen. Diese Aufteilung ermöglicht eine flexible Tourenplanung – von der kurzen Nachmittagsrunde bis zur Tagestour mit kulturellem und kulinarischem Programm
Je nach Zeit, Lust und Kondition lässt sich die Tour individuell planen. Eine kurze Etappe mit Picknick, eine längere Runde mit Kulturprogramm oder ein Tagesausflug mit Zwischenstopps auf Bauernhöfen – alles ist möglich. Wer möchte, startet in Bassenheim und fährt über Polch bis nach Mayen. Oder besucht Münstermaifeld mit seiner markanten Stiftskirche aus dem 12. Jahrhundert – ein eindrucksvolles Zeugnis der regionalen Geschichte.
Majestätisch über dem Maifeld
Die Stiftskiche St. Martin und St. Severus - ein eindrucksvolles Zeugnis romanischer Baukunst mit gotischen Elementen.
Fruchtbares Maifeld
Für die Menschen, die in dieser Region leben, ist das Maifeld ein großer Schatz, denn das Land ist sehr fruchtbar und zählt zu den ältesten Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz. Schon viele Jahrhunderte versorgt es die Bewohner mit Obst und Gemüse: Getreide, Raps, Zuckerrüben, Kartoffeln, Spargel, Erdbeeren – vieles wächst und gedeiht auf den Wiesen und Feldern des Maifelds.
Je nach Jahreszeit dominieren unterschiedliche Farbtöne die Landschaft: Im Frühjahr blühen die Obstbäume, im Frühsommer verströmt der Raps seinen Duft und die Landschaft präsentiert sich in knalligem Gelb. Zum Herbst hin, dominieren die Erdtöne, denn die Kartoffeln und Zuckerrüben warten darauf, geerntet zu werden. Entlang der Strecke befinden sich verschieden Hofläden, in denen die Fahrradtasche für ein Picknick gefüllt werden kann. An den Erlebnisstationen erfahren die Radler mehr über die fruchtbaren Böden. Über Kartoffeln und Süßkartoffeln, über Spargel, Getreide und Zwiebeln und über die langjährige Geschichte der Landwirtschaft im Maifeld.
Oder sie legen einen Stopp an einer der weiteren Erlebnisstationen ein: Themen wie Landwirtschaft, Geologie, Eisenbahngeschichte oder die regionale Flora und Fauna werden anschaulich auf Infotafeln erklärt.
Auf Entdeckungsreise im Maifeld
Zwischen sanften Hügeln und weiten Feldern erzählte das "Historisch-reiche" Land seine Geschichte.
Technik trifft Natur
Technisch interessant und etwas abenteuerlich wird es rund um Mayen: Zwei Tunnel, mehrere Viadukte – darunter ein Natursteinviadukt über das Nettetal – zeigen eindrucksvoll, wie einst Bahnlinien durch diese Landschaft geführt wurden. Heute eröffnen diese Bauwerke neue Perspektiven auf die Umgebung.
Hoch über dem Maifeld
Das Nette-Viadukt – ein technisches Meisterwerk auf dem Maifeld-Radweg, das eindrucksvoll Naturerlebnis und Ingenieurskunst verbindet
Neben Natur und Technik spielt die Kultur eine wichtige Rolle. Die restaurierten Bahnhofsgebäude entlang der Strecke sind heute teilweise Einkehrmöglichkeiten – eine gute Gelegenheit für eine Pause mit Kaffee und Kuchen.
Genuss am Gleis
Im Biergarten des Alten Bahnhofs Ochtendung trifft kulinarischer Genuss auf entschleunigtes Draußensein - direkt am Miafeld-Radweg
Münstermaifeld lädt zu Stadtführungen ein, in Mayen lohnt sich der Besuch der Genovevaburg mit Eifelmuseum und Schieferbergwerk.
Auf dem Maifeldradweg werden nicht nur Kilometer gesammelt, sondern viele Erlebnisse und Eindrücke. Es bleibt auf den Touren Zeit für das Entdecken der Region mit ihren vielfältigen Schätzen.