Tisch mit Aussicht

Die schönsten Plätze für eine Pause serviert die Eifel gratis.

Manchmal braucht es nicht mehr als eine Bank. Sie steht dort, wo der Anstieg geschafft ist, der Wald sich lichtet oder hinter der nächsten Kurve plötzlich das ganze Tal zu sehen ist.

Die Bilder auf dieser Seite zeigen solche Logenplätze am Wegesrand. Sie erinnern daran, dass Genuss nicht zwingend einen gedeckten Tisch im Restaurant braucht. Frische Luft, ein weiter Blick und etwas Gutes aus dem Rucksack können vollkommen genügen. Wer darüber hinaus probieren möchte, was Wald, Feld und regionale Küchen hervorbringen, findet 2026 gleich zwei passende Veranstaltungsreihen. 


Zu Tisch im Gerolsteiner Land

Vom 7. bis 20. September 2026 lädt das Gerolsteiner Land erstmals zu zwei Genusswochen ein. Das Programm führt zu Hofläden, Manufakturen, Gastronomiebetrieben und den Menschen hinter der Erzeugnissen. Bei Führungen, Verkostungen und Kochkursen lässt sich nicht nur probieren, sondern auch erfahren, wie die Produkte entstehen.

Besonders gut zum "Tisch mit Aussicht" passen die kulinarischen Wanderungen sowie die Kräuter- und Pilzwanderungen. Hier beginnt der Genuss unterwegs: am Weg, auf der Wiese oder im Wald. Daneben stehen DinnerNights, Besuche in Genussmanufakturen sowie Tastings und Food-Pairings auf dem Programm. Die Reihe verbindet damit eine Entdeckungstour durch die Vulkaneifel mit vielen Gelegenheiten, Platz zu nehmen und genauer hinzuschmecken. 


Den Geschmack des Waldes entdecken

Im Herbst richtet "leckerMYK" den Blick auf Pilze und Waldfrüchte. Die Veranstaltungsangebote im Landkreis Mayen-Koblenz zeigen, dass der Wald weit mehr bereithält als eine schöne Kulisse. Bucheckern, Speierling, Nadelbaumspitzen, Beeren und Pilze werden zu Zutaten - und der Spaziergang durch die Landschaft damit zur kulinarischen Spurensuche.

Bei der Führung "Waldbäume erkennen und schmecken" am 27. Oktober 2026 lernen die Teilnehmenden den heimischen Wals als Nahrungsquelle kennen. Anschließend werden ausgewählte Erzeugnisse der Manufaktur Waldgold verkostet. Noch unmittelbarer wird das Motto bei einer Wanderung durch die Wacholderheiden rund um Arft: Nach einem Begrüßungshappen führt die Tour durch das Naturschutzgebiet, bevor ein Essen rund um das Thema Wild wartet.

Auch gesellige und überraschende Formate gehören dazu. In Mertloch trifft am 24. Oktober 2026 ein rustikaler Raclette-Tisch unter freiem Himmel auf Hofkäse. Waldfrüchte, regionale Öle, Moselweine und Bier aus der Vulkaneifel. Hinzu kommen unter anderem ein herbstlicher Kochkurs mit Pilzen und Waldfrüchten sowie ein Eifel-Krimi-Abend mit Menü und regionalen Weinen. 


Einfach einmal sitzen bleiben

Ob bei einer geführten Genusswanderung oder ganz ohne Programm: Die Bänke an den Rad- und Wanderwegen laden dazu ein, der Landschaft etwas Zeit zu schenken. Vielleicht liegt im Rucksack ein Stück Eifeler Ziegenkäse, Brot aus der Landbäckerei oder ein Apfel von der Streuobstwiese. Vielleicht gibt es auch nur die Aussicht. Für eine gute Pause ist das oft schon reichlich. 


Eine Pause, die nach Eifel schmeckt

Mußeplatz Lebensraum Hecke an der Stausee Prümtalroute

Am Mußeplatz „Lebensraum Hecke“ an der Stausee-Prümtalroute wird die Landschaft selbst zum Gastgeber. Hier wartet ein Tisch mitten im Grünen – ein Ort, um innezuhalten, zu schauen und regionale Köstlichkeiten zu teilen. Den Picknickkorb kannst du zuvor an der Hannenhof-Milchtanke in Wiersdorf füllen: mit Käse und Joghurt, Eifeler Bauernschinken, Honig oder einem Glas frischer Milch. Vieles stammt vom Hof oder von Erzeugern aus der Umgebung. So wird aus einer Wanderpause ein kleiner, ehrlicher Genussmoment.

Unterwegs: Stausee-Prümtalroute - 17 km - Hannenhof-Milchtankstelle rund um die Uhr geöffnet


Über Grenzen schauen

Liborius Kapelle bei Echternach

Hoch über dem Sauertal öffnet sich an der Liboriuskapelle der Blick auf Echternach. Die Willibrord-Basilika, die ehemalige Abtei und die Dächer der luxemburgischen Stadt bilden ein stilles Panorama, das vom jahrhundertelangen Miteinander diesseits und jenseits der Sauer erzählt. Vom Ernzer Hof sind es nur wenige hundert Meter bis zum barrierefreien Aussichtspunkt. Wer länger unterwegs sein möchte, erreicht die Kapelle auf dem Felsenweg 6. Ein Platz für eine mitgebrachte Brotzeit – und für den wohltuenden Gedanken, dass Landschaft keine Grenzen kennt.

Unterwegs: kurzer Zugang vom Ernzer Hof oder Wanderung auf dem Felsenweg 6 - 17,4 km


Der Tag beginnt mit Weitblick

Devon-Pfad, an der Mariensäule Waxweiler

An der Mariensäule oberhalb von Waxweiler liegt das Prümtal zu Füßen. Der Blick reicht über den Ort bis zum Südeifeldom – eine ruhige Kulisse für ein Frühstück aus dem Rucksack. Gleichzeitig beginnt hier der Devon-Pfad. Seine Wege führen über felsige Höhen, durch lichte Wälder und in tief eingeschnittene Bachtäler. Wer sich auf die ganze Runde begibt, entdeckt eine Landschaft, deren Geschichte vor rund 400 Millionen Jahren in einem tropischen Meer begann. Wer weniger Zeit mitbringt, bleibt einfach noch einen Moment sitzen.

Unterwegs: Devon-Pfad - 15,7 km - Start und Ziel an der Mariensäule


Platz nehmen im alten Waggon

Kyll-Radweg, Rastplatz Stadtkyll

Am Kyll-Radweg bei Stadtkyll bekommt die Pause einen ungewöhnlichen Rahmen: Ein ausgedienter Eisenbahnwaggon bietet Tische, Bänke und Schutz vor Wind und Regen. Draußen laden weitere Sitzplätze dazu ein, dem Fluss und dem Rhythmus des Radwegs eine Weile zu folgen. Der Rastplatz ist ganzjährig zugänglich, das Zentrum von Stadtkyll mit seinen Einkehrmöglichkeiten nur wenige Minuten entfernt. Ein unkomplizierter Ort für eine Pause – gerade dann, wenn die Tage kürzer werden und eine warme Tasse aus der Thermoskanne besonders guttut.

Unterwegs: direkt am Kyll-Radweg - ganzjährig zugänglich - überdachte Sitzplätze