Die faszinierende Geschichte der Gerolsteiner Dolomiten
Vom Meeresboden zu mächtigen Felsen
Die Eifel ist ein vielseitiges Mittelgebirge, das sich hauptsächlich in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen erstreckt. Vor Millionen von Jahren, als die Region noch von einem tropischen Meer bedeckt war, begannen die ersten Kapitel ihrer geologischen Reise.
Bei einer Wanderung durch die Eifel kannst du mächtige Felsen entdecken, die einst den Grund eines tropischen Meeres bildeten. Vor 400 Millionen Jahren lag das heutige Gebiet der Gerolsteiner Dolomiten unter einem warmen, flachen Meer. Kalk- und Dolomitablagerungen verdichteten sich zu beeindruckenden Gesteinsschichten, die durch tektonische Kräfte empor gehoben wurden und heute das Wahrzeichen von Gerolstein sind: Die Gerolsteiner Dolomiten.
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Aus der Ferne sichtbar: Die markanten Felsen
Die Felsen “Hustley”, “Munterley”, “Drohende Ley”, “Große Kanzel” und “Auberg” prägen das Stadtbild von Gerolstein. Der Begriff "Ley" (oder Lay) ist eine alte Bezeichnung für Fels.
Die “Munterley” ist mit 482 Metern der bekannteste Gipfel und bietet einen atemberaubenden Blick über Gerolstein, das Kylltal und die Vulkaneifel. Am Rand des Munterley-Plateaus liegt die Buchenlochhöhle, die vor etwa 1,8 Millionen Jahren entstand und einst Steinzeitmenschen sowie Kelten und Römern als Zuflucht und Heiligtum diente.
Historischer Höhepunkt: Dietzenley
Der Aussichtsturm auf der Dietzenley erhebt sich 618 Meter hoch auf einem vulkanischen Kegelberg südlich von Gerolstein. Vor etwa 2.500 Jahren war dies der Standort einer keltischen Wohnsiedlung, die durch mächtige Ringwälle geschützt wurde.
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- Gerolsteiner Dolomiten
Erkundungstour: Die Gerolsteiner Dolomiten Acht
Die Gerolsteiner Dolomiten lassen sich perfekt auf der 16 Kilometer langen Rundtour "Gerolsteiner Dolomiten Acht" erkunden. Diese Tour führt euch auf geologischen Spuren zu magischen Orten und bietet spektakuläre Aussichten, besonders vom Kletterfelsen Hustley bei der Kasselburg. Von April bist Oktober gibt es geführte Erlebniswanderungen, die euch die faszinierende Geschichte der Dolomiten näherbringen.
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- Natürlich entstandene Aussichtspunkte
Aussichtstürme, die Leuchttürme der Eifel
Die Hohe Acht ist mit stolzen 747 Metern die höchste Erhebung der Eifel. Sie ist eine sogenannte "Vulkanruine", deren Gipfel der Kaiser-Wilhelm-Turm krönt. Von hier aus genießt du einen atemberaubenden Panoramablick über die sanften Hügel und tiefen Täler der Eifel. 75 Stufen sind es bis hinauf zur Aussichtskanzel. Von hier aus ist nicht nur die Eifel, sondern bei klarem Wetter auch die benachbarten Regionen Hunsrück, Westerwald und das Siebengebirge sichtbar. Viele Wanderwege führen durch das Naturschutzgebiet Hohe Acht. Die 3. Etappe des Premiumwanderweges Eifelleiter verläuft über den höchsten Berg der Eifel. Im Winter verwandelt sich die Landschaft in ein weißes Wunderland mit Rodel- und Skistrecken sowie Langlauf-Loipen.
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Der Beilsturm in Neuerburg, ein historisches Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert, bietet von seiner neugestalteten Aussichtsplattform einen schönen Blick über den mittelalterlichen Stadtkern.
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- Aussichtstürme
Die Eifel ist ein Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs, das mit seiner faszinierenden Geschichte und beeindruckenden Naturerlebnissen begeistert. Ob du die mächtigen Felsen der Gerolsteiner Dolomiten erkundest, die Aussicht von historischen Türmen genießt oder auf den Spuren der Kelten wandelst – entdecke diese einzigartige Region, wo die Erde selbst Geschichte atmet.